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Machs gut, Michael!

18.10.2017 - News RBBL Allgemeines Fachbereich RBB

Nachruf zum Tod von Michael Glanemann

Die Rollstuhlbasketball Szene trauert um Michael Glanemann. Der gebürtige Münsteraner, den sein Freund und Vereinskollege Dietmar Fedde als leidenschaftlichen Pionierarbeiter für den Rollstuhlbasketball bezeichnet, ist vergangene Woche unerwartet verstorben.

Das erste Mal in Kontakt mit dem Sport auf Rädern, der sein Leben entscheidend prägen sollte, kam Glanemann während seiner Zeit als Student für die Fächer Sport und Französisch. Gepackt von der Leidenschaft verschlug es ihn Anfang der 80er Jahre zum UBC Münster, den er mit seiner akribischen Arbeit und jeder Menge Einsatz peu a peu aufbaute und bis in die 1.Liga führte. Nach einem zweijährigen Auslandsaufenthalt in Frankreich kehrte er 1991 zurück nach Deutschland und gründete unter anderem zusammen mit Dietmar Fedde den BBC Warendorf. Getreu dem Motto „Ganz oder gar nicht“ gelang ihm auch mit diesem Verein der Aufstieg hoch bis in die zweithöchste Liga Deutschlands.

Ein entscheidendes Anliegen, dass die Rollstuhlbasketball-Szene bis heute nachhaltig von der damaligen Zeit unterscheidet, war Glanemann die Integration von Fußgängern auf dem nationalen sowie internationalen Rollstuhlbasketball-Parkett. Er fungierte als treibende Kraft und als Initiator dafür, dass heutzutage auch Fußgänger ohne Behinderung am Spielbetrieb teilnehmen dürfen und der Inklusionsgedanke mehr denn je gelebt wird.

Der DRS und die RBBL bedanken sich bei Michael für sein herausragendes Engagement und für seine Arbeit, die die RBB-Szene nachhaltig geprägt haben.

In stiller Anteilnahme mit allen Freunden und Verwandten sagen wir: Danke Michael! R.I.P.